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Limoges

Im westlichen Zentralmassiv Frankreichs, knapp 250 Kilometer östlich von La Rochelle am Atlantik, liegt Limoges, die Hauptstadt der Region Limousin. Die Stadt an der Vienne war über Jahrhunderte – neben dem weiter nördlich gelegenen Sèvres – das französische Zentrum der Porzellanherstellung, ist darüber zu einigem Wohlstand gelangt und beherbergt bis heute einige exklusive Manufakturen.

Das war möglich, weil es in der Gegend um Limoges große Vorkommen der für die Herstellung wichtigen Porzellanerde, dem weißen Kaolin, gibt. Seit dem 20. Jahrhundert wird in der Nähe der Stadt zudem Uran gewonnen.

Als die Römer das heutige Frankreich besetzten, lebten auch in Limousin keltische Völker, die Römer bauten Limoges zu einer befestigten Siedlung aus, weil sich hier wichtige Fernstraßen kreuzten. Zu Zeiten der Christianisierung wirkte hier der Martial von Limoges, ein Heiliger, in dessen Andenken der Ort zu einem Pilgerziel wurde und dessen Namen einem in der Stadt immer wieder begegnet.

Limoges

Limoges ©iStockphoto/LianeM

Mehr als 100.000 Einwohner hat die Stadt heute, die als frühe Hochburg der organisierten Arbeiterschaft, der Sozialisten bzw. Sozialdemokraten, zeitweilig auch der Résistance gilt, heute hat sie eine Universität, einige besonders in ihrer Rustikalität bezaubernde Bauten, einiges Fachwerk, sehr informative Museen und ein großes Aquarium im alten Wasserspeicher.