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Kunst & Kultur in Frankreich

Die französische Kunst und Kultur hat in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Wegweisendes hervorgebracht – und das gelingt ihr noch heute. Von der Klassik, über Jazz als Import für Europa und den Chanson bis zum Rap, vom Theater bis zum Kino, die Fotografie, die Philosophie, die berühmten Künstlerzirkel von Paris, die vielen Freigeister, die, das französische Lebensgefühl, französische Genussmittel als Motor, ihren Ideen freien Lauf ließen, es gibt tausend Anhaltspunkte und fast so viele Möglichkeiten, sich von der französischen Kunst und Kultur inspirieren zu lassen.

Hier geht es um die musealisierte Form, die vielen hervorragenden Museen, die ein Besucher in Frankreich erleben kann. Das berühmteste und größte ist natürlich der Louvre, der mit wenigen anderen in der Welt (beispielsweise der Eremitage von St. Petersburg und dem Metropolitan Museum in New York) in einer eigenen Liga spielt.

Wer sich für Kunst interessiert, sollte einmal dort gewesen, einmal durch die Palastanlagen, an denen Jahrhunderte gebaut wurde, an den Kilometern von Gemälden, entlanggelaufen sein.

Das gilt uneingeschränkt auch für das Pariser Kulturzentrum Centre Georges Pompidou, einen seltsamen, maschinengleichen Bau, der viel von der Haltung zeigt, die man sich in Frankreich gerne bezüglich der Kunst auf die Fahnen schreibt. Kunst und Kultur sind für alle da, Kunst ist nicht etwas, das aufhört bzw. immer nur aus der Vergangenheit gefischt und dann an irgendwelche Wände genagelt wird, sondern Kunst passiert um uns herum, darf aktiv gemacht und gewollt und muss nur entdeckt werden. Das Centre ist speziell für das Geschehen im 20. Jahrhundert entworfen worden – und in ihm sind Kunst und Wissen essentiell miteinander verbunden.

Kunst & Kultur in Frankreich

Kunst & Kultur in Frankreich ©iStockphoto/Arseniy Chervonenkis

Ähnliche Zentren wie das Georges Pompidous sind in einigen französischen Städten entstanden. In Metz beispielsweise hat man einen Ableger gebaut, im südfranzösischen Nîmes ließ man Norman Foster die Ruine eines klassizistischen Theaterbaus zum modernen Carré d’Art bauen, bevor der englische Architekt auch an der Zeche Zollverein in Essen und am ehemaligen Reichstagsgebäude von Berlin tätig wurde.

Paris ist das absolute französische Zentrum der Museen. Man kann ganze Urlaube damit verbringen, Gemälde, Fotografien, Filme, Kleidung und Skulpturen in der Hauptstadt zu bewundern. Das Musée d’Orsay in einem alten Bahnhof der Jahrhundertwende muss natürlich erwähnt werden, das Musée Marmottan Monet, das Musée national du Moyen Âge, das Musée Rodin, etwas außerhalb das Musée Condé, das Musée Picasso (nicht zu verwechseln mit dem großartigen Musée Picasso von Antibes) … die Liste ließe sich noch lang fortsetzen.

Als ältestes (öffentlich zugängliches) Museum der Republik gilt das Musée des beaux-arts et d’archéologie de Besançon, das im späten 17. Jahrhundert in der Region Franche-Comté gegründet wurde.