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Aquitanien

Der Landstrich im äußersten Südwesten Frankreichs nennt sich Aquitanien. Bordeaux ist die größte Metropole der Region, in der schon in der Megalithkultur die Obelixe an Denkmälern für die Ewigkeit meißelten.

Die Charente, Garonne und die Dordogne fließen hier, die Landschaft ist zum Meer hin eher flach, allerdings beginnen im Süden die Pyrenäen – und das französische Baskenland natürlich. Hier liegt eines der größten Weinbaugebiete der Erde, es gibt tiefe Wälder und bei Arcachon die Dune du Pyla, die größte Wanderdüne Europas.

Aquitanien ist ein Urlaubsland für wirklich jede Jahreszeit und jedes Interesse. Von Pau beispielsweise, einem sehr alten Urlaubsort in den Pyrenäen, in dem so ziemlich jede Sportart schon professionell ausgeübt wurde, ist man in einer Stunde am Atlantik, in wesentlich kürzerer Zeit im ersten Skigebiet.

Ein absoluter Pflichtbesuch muss für Bayonne eingeplant sein. Am Zusammenfluss von Adour und Nive lebt die baskische Kultur. Die historische Altstadt ist wundervoll erhalten, es gibt zahlreiche köstliche Spezialitäten und eines der größten Volksfeste der Region: im August steht alljährlich die Fêtes de Bayonne an.

In direkter Nachbarschaft liegt Biarritz. Für ehemalige Fischerorte wie diesen, die dann irgendwann von Adligen im 19. Jahrhundert schick gemacht wurden, ist das Wort „mondän“ geschaffen. Wem das zu viel ist, dem sei geraten, entweder die Küste hinauf in den Norden oder hinab, vielleicht sogar über die spanische Grenze, zu fahren. Diese Ecke Europa bietet wirklich für jeden Strandurlaubsgeschmack das richtige, man sollte sich nicht mit weniger zufrieden geben.

Aquitanien

Aquitanien ©iStockphoto/Arie J. Jager

Wen es eher zu kulturellen Schätzen vergangener Jahrhunderte denn zu Strand und Schmaus zieht, sollte im Landesinneren Aquitaniens die Dordogne aufsuchen. Man muss wissen, dass die Engländer eine ganze Weile Anspruch auf diesen Landstrich erhoben, im Mittelalter und der frühen Neuzeit fielen auch noch andere Völker darüber her, in der Dordogne verliefen über Jahrhunderte wichtige Demarkationslinien, die aber oft nicht eingehalten wurden und so haben sich zahlreiche Kloster, Wehrkirchen und noch mehr alte Burgen erhalten.

Die mächtige Burg Beynac mit ihrem gigantischen Überblick über die Landschaft hat eine Weile Richard Löwenherz besessen, mindestens ebenso schön ist die erhöht an der Dordogne gelegene Burg Castelnaud, von britischem Understatement und architektonischer Verwunschenheit ist Schloss Biron bei Montpazier – aber das sind wirklich nur vereinzelte Beispiele.

Was in der Dordogne ebenfalls sehr berühmt ist: Archäologie. Die Höhle von Lascaux liegt bei Montignac und ist ein Weltkulturerbe der UNESCO, weil sie einige der berühmtesten Wandgemälde vergessener Zeiten beherbergt. Zugänglich ist sie heute nicht mehr, dafür gibt es eine exakte Nachbildung, die einen Besuch lohnt.

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