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Paris in drei Tagen – Das sollten Sie gesehen haben

Paris, die Hauptstadt Frankreichs, gilt schon seit jeher als besonders attraktiv, bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, eine hervorragende Küche und eine große Zahl erstklassiger Hotels. Zudem ist die Stadt der Liebe mit dem Flugzeug oder der Bahn schnell zu erreichen, verfügt über ein hervorragendes Metronetz und ist damit ein ideales Ziel für Städteurlauber, die drei Tage der Faszination dieser Metropole folgen wollen.

Die Hauptattraktion in Paris ist natürlich der Eiffelturm. Das zur Weltausstellung errichtete 324 Meter hohe Gebäude ist das Wahrzeichen der Stadt und zieht jährlich mehr als sechs Millionen Besucher an. Der aus Eisen gefertigte Bau ist weithin sichtbar und von den verschiedenen Plattformen besitzt man eine gute Aussicht auf den Großraum Paris. Allerdings muss man besonders im Sommer lange anstehen, um mit dem Aufzug zu den verschiedenen Plattformen zu fahren. Der Eiffelturm gilt aber nicht nur wegen seiner einzigartigen Form und seiner Lage direkt an der Seine, sondern auch wegen des Park de Champ de Mars, einer großen Parkanlage, und dem auf der anderen Uferseite gelegenen Palais de Chaillot als besonders attraktiv. Der Blick vom Eiffelturm auf die Stadt hinab ist nämlich ebenso faszinierend wie der Blick auf das Gebäude selbst. Wer möchte, sollte auch gleich eine Bootstour auf der Seine unternehmen. Je nach Ausstattung kann man zu Mittag essen oder einfach nur die Aussicht auf die Hauptstadt Frankreichs genießen. Besonders attraktiv ist dies natürlich zur Abendstunde, wenn der Eiffelturm angestrahlt wird und er in goldenem Licht glänzt.

Neben dem Eiffelturm gehören am ersten Tag zwei Kirchen zum unverzichtbaren Besuchsprogramm: Notre-Dame und Sacré-Coeur. Die Kathedrale Notre-Dame liebt unmittelbar an der Seine und ist eine der bedeutendsten gotischen Kathedralen Frankreichs. Ein Zeugnis besonderer Kunst liefern die drei Portale der Kirche ab. Allerdings ist nur noch ein Teil original, denn durch Krieg, Zerstörung und Witterungseinflüsse mussten viele Teile kunstvoll restauriert werden. Die Kirche ist aber nicht nur ihrer Form wegen eine Sehenswürdigkeit, sondern auch geschichtlich bedeutend. Zur Zeit des Hundertjährigen Krieges wurde hier im Jahr 1430 der erst neunjährige Henry VI. zum französischen König gesalbt. Im 20.Jahrhundert wurden außerdem Charles de Gaulle und Francois Mitterand in einem feierlichen Staatsbegräbnis zu Grabe getragen und die Kathedrale Notre-Dame bildete den Rahmen für die Feier. Weiter nördlich liegt die Kirche Sacré-Coeur. Sie gehört zu den schönsten Bauten der Stadt, was nicht nur an ihrer klassischen Form, sondern vor allem an der mattweißen Farbe liegt. Durch die erhöhte Lage lässt sich außerdem ganz Paris von hier überblicken und auf den zahlreichen Treppenstufen kann man sein Essen verzehren oder etwas trinken. Deshalb ist sie bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt und ein Anziehungspunkt zu jeder Tageszeit. Am Abend lohnt dann ein Besuch des unterhalb der Kirche gelegenen Stadtviertels Montmartre. Besonders bekannt ist dabei das Pigalle-Viertel rund um den Place Pigalle. Hier befinden sich bekannte Cabarets sowie Revuetheater, wobei das bekannteste sicherlich das Moulin Rouge ist. Hier wurden schon im letzten Jahrhundert die Tanzbeine zum Cancan geschwungen und auch heute erfreut sich die berühmteste Pariser Mühle mit den weithin sichtbaren roten Flügeln auf dem Dach besonderer Beliebtheit.

Paris

Paris @iStockphoto/Sergey Borisov

Einen ganzen Tag sollte man im Louvre verbringen, dem Museum, in dem nicht nur die Mona Lisa von Leonardo da Vinci, sondern noch zahlreiche weitere Kunstwerke bewundert werden können. Besonders imposant wirkt die 22 Meter hohe Glaspyramide auf der Mitte des Platzes am Abend, wenn sie erleuchtet wird. Allerdings muss man sich meist auf lange Warteschlangen einstellen. Am beliebtesten ist die große Gemäldesammlung mit knapp 6000 Exponaten, aber auch antike Kunst, Skulpturen und weiteres Kunsthandwerk lohnen eine Besichtigung. Nach der Museumsbesichtigung kann man im angeschlossenen Jardin des Tuileries verschnaufen, bevor man die Prachtstraße, die Avenue des Champs Élysées, hinauf zum Triumphbogen schlendert. Dabei passiert man zahlreiche Nobelgeschäfte, kann die einladenden Schaufensterdekorationen bewundern und am von Napoléon 1806 erbauten Triumphbogen (Arc de Triomphe) den Straßenverkehr von Paris beobachten. Den Abend sollte man dann in einem der vielen guten Restaurants verbringen und den Tag so ausklingen lassen.

Paris hat aber nicht nur in der Stadt selbst zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten, sondern mit Versailles einen geschichtsträchtigen Ort etwa 20 Kilometer außerhalb der Stadt. Das pompöse Schloss von Versailles galt schon in der Zeit seiner Entstehung im 17.Jahrhundert als Symbol des Absolutismus unter Ludwig XIV. Unter dem „Sonnenkönig“ war Frankreich auf dem Höhepunkt seiner Macht, doch die enorme Prunksucht und die Verschwendung führten zunächst zum finanziellen Ausbluten der Menschen in den Provinzen und mündete dann in die Revolution von 1789. Im Schloss von Versailles, das ab 1662 zur größten Residenz Europas umgebaut wurde, ist die Verschwendungssucht an fast allen Ecken zu sehen. Als sehr eindrucksvoll gilt der 73 Meter lange Spiegelsaal, in dem nach dem Ersten Weltkrieg der Versailler Vertrag unterzeichnet wurde. Zahlreiche Skulpturen und Gemälde, üppige Deckenverzierungen, riesige Räume und die Verwendung von Gold an vielen Stellen waren bezeichnend für das weltweit bekannteste Schloss. Aber nicht nur das Schloss Versailles ist überdimensional groß, sondern auch der Schlosspark, der nicht nur zahlreiche Grünanlagen, sondern auch künstlich angelegte Kanäle enthält. Um all dies in dieser Form zu schaffen, musste massiv in die Natur eingegriffen werden – auch dies ein Zeichen der absolutistischen Überheblichkeit. Schloss und Park sind so groß, dass man einen halben Tag benötigt, um sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzusehen und in die damalige Zeit einzutauchen.

Zum Abschluss einer dreitägigen Städtetour nach Paris bietet sich die Erkundung des Kaufhauses Lafayette an, man kann aber auch im Jardin du Luxembourg die Riese ausklingen lassen. Vor allem im Sommer halten sich hier die Einwohner von Paris auf, lesen, legen die Füße hoch oder lassen sich das Essen in der Mittagspause schmecken. Man findet hier außerdem Modellsegelboote für Kinder, Tennisplätze und vieles weitere mehr. Die Gartenarchitektur mit den vielen geraden Wegen, den geometrisch geformten Rasenflächen und den mehr als 80 Büsten und Figuren ist besonders imposant. Man kann hier aber auch einfach joggen, zu Fuß entlang schlendern oder den Menschen zusehen, die sich zu jeder Tageszeit hier aufhalten. Paris lohnt in jedem Fall eine Reise, egal, ob man sich drei Tage oder auch länger hier aufhält, denn die kulturelle Vielfalt, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die geschichtsträchtigen Orte und das pulsierende Leben dieser Metropole sind immer eine Reise wert.