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Traveltipps für Frankreich

Wenn es für die Deutschen in den Urlaub geht, gehört Frankreich traditionell zu den beliebtesten Zielen. Die Gründe liegen auf der Hand: das Land ist nah, ein direkter Nachbar, und zwar der Nachbar mit den schöneren Stränden, den mondäneren Badeorten, den höheren Bergen, dem besseren Wetter, größeren Inseln, den größeren Ski-, den exotischeren Überseegebieten, mit wunderschönen Städten, einer langen und stolzen Kultur.

Die Anziehungskraft liegt in der Nähe und den feinen Unterschieden. Deutschland und Frankreich haben eine lange und wechselvolle Geschichte miteinander, tiefe Wunden sind geschlagen worden, es gibt Landschaften, die sind dabei derart verwüstet worden, dass man ihnen die Schlachten, die auf ihnen geschlagen wurden, über Jahrhunderte ansehen kann.

Und trotzdem (oder gerade deshalb) gibt es so etwas wie die französisch-deutsche Freundschaft wirklich. Das ist nicht einfach ein Lippenbekenntnis von Politikern, vielleicht war es das zunächst; heute spürt man als Urlauber in Frankreich an vielen Stellen echte Sympathie.

Nicht nur deshalb fällt es leicht, alte Uneinigkeiten abzulegen. Sie sind albern und waren es immer schon. Natürlich ist Französisch die schönere Sprache. Und die Gotik? Selbstverständlich ist das ein in Frankreich entstandener Baustil. Über Jahrhunderte stritten Gelehrte bei uns darum, ob das nicht eigentlich eine urdeutsche Bauweise sei, kamen aber nicht drum herum, den Ursprung der Gotik auf der Île-de-France zu verorten. Also fand man Gotik doof.

Paris mit Eifelturm

Paris mit Eifelturm ©iStockphoto/Rich Seymour

Wer aber vor einem der Bauwerke steht, und da ist unerheblich, ob es Notre-Dame de Paris, das Straßburger Münster oder der Kölner Dom ist, wird das angesichts der Pracht und Schönheit schnell verwerfen.

Straßburg ist ein gutes Stichwort. Am Rhein gelegen war die Stadt zu oft Streitpunkt, hier trafen sich Macht- und Einflussgebiete, heute beherbergt sie einige der wichtigsten europäischen Institutionen, etwa den Rat, das Parlament und den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Urlaub in Frankreich war nie ganz billig und wird es auch nie sein. Für Restaurantbesuche werden mitunter absurde Preise verlangt, in Frankreich hat man schon früher als bei uns die kulinarische Kultur als einen großen Schatz begriffen, lokale Erzeugnisse zu wertvollen Marken gemacht und daraus eine Haltung entwickelt, die Schule machen muss, weil sie das Lokale und den Unterschied unbezwingbar macht.

Das hat dazu geführt, dass sehr viele Urlauber in Frankreich Selbstversorger sind, sich Appartements oder Ferienhäuser mieten und darüber deutlich näher am Leben sind als Urlauber in spanischen oder italienischen Hotelkomplexen beispielsweise. Natürlich kann man sich auch in Frankreich aus Raviolidosen ernähren oder Pommes essen (es gibt vorzügliche Pommes), wer aber anfällig für lokale Märkte, die Kräuter von Arles, Fisch vom Hafen, die kräftige Weine, die gute Wurst, duftendes Brot und schweren Käse ist, der wird mit dem geschwungenen Einkaufskorb an der Seite zum Frankreichfan und kommt immer und immer wieder.

Wie auch Deutschland hat Frankreich eine lange und große Campingtradition. Es gibt eigentlich überall Campingplätze, wie auch in Deutschland sind die zum Teil hoch spezialisiert, also die Ausstattung und auch die Erwartung an den Besucher ist ganz unterschiedlich, wer mit dem Zelt unterwegs ist, sollte dringend einen aktuellen Campingführer dabei haben und diesen genau studieren.

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