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Klischeeromantik oder wirkliche Schönheit

Eigentlich war es nur eine Abschlussfahrt, der Realschule, und trotzdem war es einer der interessantesten Trips meines Lebens. Wir waren in einer kleinen Pension, inmitten der Metropole Paris untergebracht. Hier hatten wir kaum Kosten, und trotzdem ein familiäres Ambiente. Meine Klasse war ebenfalls in einigen der vielen Zimmer untergebracht. Die Anreise selbst, hat sich mit einem Bus, gar nicht so komfortabel gestaltet, wie man sich das vielleicht wünschen könnte, und der ständige Wunsch nach einem Besuch in Disney Land, hat bereits die gesamte Hinfahrt genervt, aber dennoch waren wir in der Lage die Schüler in andere Bahnen zu lenken.

Die kleine Pension, die in einer Seitenstraße lag, unweit der Hauptstraßen der Metropole, war romantisch, und wundervoll gelegen. Einen der merkwürdigsten Augenblicke erlebten wir als wir auf dem Weg waren, um Maddam Tussauds. Wir schauten aus dem Fenster unseres Busses, und erblickten einen Franzosen, der mit einem Baguette unter dem Arm, seinen Weg bestritt. Dieses klischeehafte Bild, des französischen Landsmanns reichte vollkommen aus, um den gesamten Buss in schallendes Gelächter zu versetzen. Es war schon ein wenig komisch, ein solches Bild zu sehen, denn eigentlich betrachtet man den Franzosen, mit Baguette unter dem Arm, als Klischee, wie den deutschen mit seinem Sauerkrauttopf.

Natürlich sollen Klischees nicht den Inhalt dieses Reiseberichtes füllen, also kommen wir doch wieder zum wesentlichen zurück. Der klassische Besuch im Wachsfigurenkabinett war aber wesentlich interessanter, als man sich das eigentlich vorgestellt hätte. Die dröge Theorie, und vor allem die unbeweglichen Figuren wirkten wesentlich lebendiger, und man fühlte sich zurückversetzt, in eine andere Zeit. Ob es nun bekannte Berühmtheiten aus der Popkultur waren, oder geschichtliche Personen, die dort dargestellt wurden, es war ein ganz besonderes Erlebnis, die wirklich wirkenden Kunstwerke zu begutachten. Ein wenig langweiliger hingegen gestaltete sich der nächste obligatorische Besuch, beim Eifelturm. Eigentlich hatten wir uns etwas besonderes vorgestellt, aber eigentlich ist der Eifelturm auch nichts anderes, als ein riesiger Stahlturm, der lediglich einen gewaltig schönen Ausblick ermöglicht.

Cafe in Paris

Cafe in Paris ©iStockphoto/Andrea Zanchi

Genossen haben wir allerdings die vielen abendlichen Besuche, in den kleinen Restaurants, in den romantischen Seitenstraßen von Paris, natürlich ohne unsere Schüler. Im allgemeinen kann man sagen das Paris vielleicht eine Weltmetropole ist, aber diese Stadt hat sich vor allem den Charme des Altertums gesichert. Wenn man die Landessprache spricht sind auch die Bewohner von Paris sehr freundlich eingestellt. Wer einen romantischen, und schönen Urlaub sucht, der findet, trotz des Klischees, in Paris eine wunderschöne Zeit, die zum Träumen einlädt.

Wer sich aber ein bisschen Zeit nimmt, die vielen kleinen Läden, und wundervollen Restaurants kennenzulernen, die es hier gibt, der kann sich auf einen ganz besonderen Urlaub einstellen. Die allgemeine Vorstellung, von der Stadt der Romantik ist durchaus berechtigt. Abschließend sei noch erwähnt, das wir unseren Schülern natürlich die Möglichkeit gegeben haben Disneyland Paris kennenzulernen. Leider nutzten sie diese nicht. Ich werde auf jeden Fall noch einmal privat nach Paris reisen, und mich in einem der vielen Cafes am Rande der Seine niederlassen, und vielleicht ein gutes Buch lesen, denn diese Stadt hat auf jeden Fall ihren Reiz. Ein Capuccino, und ein gutes Buch, können vor allem die Zeit wesentlich schneller vorbeigehen lassen, als sie wirklich läuft.

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